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Die goldene Ära des Kaffees
Montag, 15. Januar 2007

Mit dem Anbau von Kaffebohnen nahm auch Reichtum und Wohlstand Einzug in die mittelamerikanische Republik.

Da das Genussgetränk Kaffee im 18. und 19. Jahrhundert in Europa einen enormen Popularitätszuwachs verzeichnete, begann man in den 1820er Jahren auch in Costa Rica die lukrativen Bohnen zu kultivieren. Das feuchte Klima und die durch Vulkanasche gesäuerten Böden stellten eine ideale Voraussetzung für den Anbau dar und im Jahr

1843 wurde der erste costarikanische Kaffeesack auf direktem Wege nach London exportiert

1843 wurde der erste costarikanische Kaffeesack auf direktem Wege nach London exportiert.

Im Laufe der darauf folgenden Jahre sorgte die steigende Nachfrage auf dem Weltmarkt für die Herausbildung einer sehr wohlhabenden Schicht von Kaffeebaronen. Diese konnten über enorme Gewinne aus der Kaffeeproduktion verfügen und sie finanzierten im Jahr 1890 den Bau des 'Ferrocarril al Atlántico', einer Eisenbahnlinie zwischen San José und dem Atlantik. Diese ermöglichte einen schnellen und unkomplizierten Export der Güter und wurde später auch zur Pazifikküste erweitert.

Ein weiterer Beweis für den damals – zumindest bei den Eliten – vorherrschenden Reichtum stellt das 'Teatro Nacional' im Zentrum San Josés dar. Das Nationaltheater, welches 1897 seine Pforten eröffnete, ist im Stil der Pariser Oper erbaut und wird bis zum heutigen Tag als kultureller Veranstaltungsort genutzt. Als historisches Monument dokumentiert es auf beeindruckende Weise den goldenen Zeitgeist seiner Ära.

 


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